Neue IHK-Vollversammlung für Ostwestfalen gewählt

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Stimmauszählung zur IHK-Vollversammlungswahl (von links): Wahlleiter und IHK-Ehrenpräsident Wolf D. Meier-Scheuen, Christina Meyer aus dem Wahlteam sowie Heiko Gellmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK.

Die Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld haben ihre neue Vollversammlung bestimmt. Für die Amtsperiode von 2026 bis 2030 wurden 71 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Industrie, Handel und Dienstleistungen gewählt. 29 von ihnen ziehen erstmals in das Gremium ein oder kehren nach einer Unterbrechung zurück.

Höchstes Entscheidungsgremium der IHK

Die Vollversammlung gilt als das „Parlament der Wirtschaft“ und ist das höchste Entscheidungsgremium der IHK Ostwestfalen. Sie legt die grundsätzliche Ausrichtung der Kammerarbeit fest, entscheidet über den Haushalt und die Beiträge und bestimmt die wirtschaftspolitischen Schwerpunkte der IHK.

Darüber hinaus befasst sich das Gremium mit zentralen Themen für die regionale Wirtschaft. Dazu gehören unter anderem die berufliche Ausbildung, der Verkehr, die Sicherung von Fachkräften und die digitale Transformation. Die Vollversammlung vertritt dabei die Interessen von rund 115.000 Mitgliedsunternehmen in Ostwestfalen.

Mehr Frauen im neuen Gremium

Der neuen Vollversammlung gehören 20 Frauen an. In der zu Ende gehenden Wahlperiode waren es 15. Damit erhöht sich die Zahl der weiblichen Mitglieder um ein Drittel.

Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter kommen aus der Stadt Bielefeld sowie den Kreisen Gütersloh, Herford, Höxter, Minden-Lübbecke und Paderborn. Berücksichtigt werden unterschiedliche Wirtschaftszweige und Unternehmensgrößen. Vertreten sind unter anderem Industrie, Groß- und Einzelhandel, Finanzwirtschaft, Verkehr und Logistik, Energiewirtschaft, Gastgewerbe sowie Beratungs-, IT- und Werbeunternehmen. Die Bandbreite reicht vom kleineren Familienbetrieb bis zum international tätigen Konzern.

Wahlbeteiligung steigt leicht

Die Mitgliedsunternehmen konnten ihre Stimmen vom 1. bis zum 30. Juni 2026 abgeben. Rund zwölf Prozent der wahlberechtigten Unternehmen beteiligten sich an der Wahl. Bei der vorherigen Vollversammlungswahl im Jahr 2022 hatte die Beteiligung bei gut elf Prozent gelegen.

Verändert hat sich auch die Art der Stimmabgabe. Erstmals nutzten mehr Unternehmen die digitale Wahlmöglichkeit als die klassische Briefwahl. Beide Wege standen den Mitgliedsunternehmen zur Verfügung.

Präsidium wird im September bestimmt

Der bisherige IHK-Präsident Jörn Wahl-Schwentker wurde erneut in die Vollversammlung gewählt. Auch alle Mitglieder des bisherigen Präsidiums, die wieder zur Wahl angetreten waren, schafften den Einzug in das neue Gremium. Damit verbindet das Wahlergebnis personelle Kontinuität mit einer größeren Zahl neuer und zurückkehrender Mitglieder.

Über die künftige Führung der IHK ist damit allerdings noch nicht entschieden. Die konstituierende Sitzung der Vollversammlung ist für den 7. September 2026 vorgesehen. Dann wählen die Mitglieder aus ihrer Mitte den Präsidenten sowie die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten.

IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke hob nach der Wahl die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor: „Unternehmerinnen und Unternehmer bringen ihre Erfahrungen aus dem betrieblichen Alltag ein und gestalten die wirtschaftliche Selbstverwaltung aktiv mit.“

 


Autor:
Volksbank in Ostwestfalen – Bild © : Tilo Sommer/IHK Ostwestfalen

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