Marke und Markenschutz – wie geht das?

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Die mittelständische Wirtschaft blickt gerne etwas neidisch auf die großen Konzerne, wenn es um Marken und Markenschutz geht. Das muss jedoch nicht sein. Eigene Marken kann man auch als kleines Unternehmen besitzen – wenn man weiß, wie es geht.

Eine Marke zu machen ist eigentlich ganz einfach, es braucht nur eine Idee, die bislang keiner hatte. Erfahrene Marketingler graben sich in die Welt des Produkts, der Dienstleistung und der Zielgruppe ein, denken, spielen, graben, kombinieren und finden im besten Fall nach kurzer Zeit etwas, das Staunen lässt – genau den richtigen Namen für das neue Produkt, das neue Verfahren, die neue Firma. Oder zwei, drei oder sogar fünf Möglichkeiten.

Marke finden

Im nächsten Schritt gilt es zu prüfen, ob schon jemand die Idee hatte. Dafür gibt es heute zuerst Google. Findet die digitale Weltherrschaft etwas zu dem neuen Begriff, muss man genauer hinschauen, ob da schon der Wettbewerb am Werke war. Suchen kann man auch in den Registern der europäischen Markenämter. Ein Fund muss noch kein Totkriterium sein, jetzt heißt es zu prüfen, ob derjenigewelche in der gleichen Nizza-Klasse (so heißen die Art Warengruppen) unterwegs ist.

Schritt drei ist – wenn jetzt nichts mehr dagegen spricht – eine Markenanmeldung beim Deutschen Patent- und Markenamt in München. Kann jeder, ist preiswert und auch nicht schwierig. Wortmarken brauchen keine Schriftart, sie sind am schwierigsten zu bekommen. Wort-Bild-Marken brauchen Design, das liegt die Latte etwas niedriger. Und manches geht trotz allem nicht.

Juristischer Markenschutz

Schwieriger ist der juristische Markenschutz, denn man muss seine Marke überwachen und künftig und dauerhaft gegen alles angehen, was einem in die Quere kommt. Hier kann es für den Markenbesitzer teuer werden. Schutz ergibt sich aber auch aus der Verwendung einer Marke. Und der beste (und zugleich billigste) Schutz ist die freie Internetadresse. Und die kann einem keiner nehmen, wenn man sie erstmal sicher hat.

Schluss mit lustig: So einfach ist das nur für Menschen, die das Handwerk des Marketings von der Pike auf gelernt haben. Die meisten davon arbeiten in großen Konzernen. Andere in den besten Werbeagenturen der Region.


Autor:
Unternehmen OWL – Bild © MR – stock.adobe.com

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