Bund verdoppelt Mittel für mehr Energieeffizienz im Gebäudesektor

Sanierung Einfamilienhaus

Aufgrund hoher Nachfrage wurde die Anfang 2021 gestartete Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im September aufgestockt. Bis Ende des Jahres 2021 stehen noch einmal 5,7 Euro zur Verfügung, 11,5 Mrd. Euro sind es für das Gesamtjahr.

Bis 2050 soll der Immobilienbestand in Deutschland klimaneutral sein. So lautet das Ziel der alten Bundesregierung. Neben dem Einbau einer effizienten Heizung und der Nutzung erneuerbarer Energien tragen viele Maßnahmen dazu bei, die CO2-Emissionen zu verringern. Um das Engagement von privaten und gewerblichen Bauherren zu befördern, hat die Regierung die gesamte energetische Förderung im neuen BEG gebündelt.

Expertenrat gab Impuls

Grund für die Aufstockung war die hohe Nachfrage nach BEG-Förderung. Der Impuls zur Mittelaufstockung kam vom Expertenrat für Klimafragen. In seinem „Bericht zum Sofortprogramm 2020 für den Gebäudesektor – Prüfung der Annahmen des Sofortprogramms gemäß § 12 Abs. 2 Bundes-Klimaschutzgesetz“ vom August sah der Expertenrat Nachbesserungsbedarf. Die entsprechende Mittelausstattung der Bundesförderung sei „ein wichtiges Signal im Hinblick auf die stark gestiegenen Förderabrufe und deren Beitrag für die Transformation hin zu einem klimaneutralen Gebäudebestand“, hieß es aus dem Bundeswirtschaftsministerium.

Handwerker händeringend gesucht

Wenn Bauwillige es also schaffen, derzeit Handwerker zu finden, die Angebote erstellen und Aufträge annehmen stehen die Chancen auf eine Wärmewende gut. Planerinnen und Planer, die Angebote einholen und damit Anträge auf Förderung stellen wollen haben es aber derzeit schwer, ausführende Unternehmen zu finden. Energieberaterinnen und Energieberater berichten zudem von nach wie vor langen Wartezeiten bei der Bearbeitung von Anträgen und Anfragen.

BEG-Richtlinien zum Nachlesen

Die Richtlinien zur Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) – inklusive Fördersummen und -voraussetzungen – finden Sie hier:

Neubaustandard steigt weiter

Die drei BEG-Richtlinien traten am 21. Oktober 2021 in Kraft. Sie gelten bis zum 31. Dezember 2030 und ersetzen die Richtlinienfassungen vom 20. Mai 2021. Bereits im Juni wurde mit dem Klimaschutz-Sofortprogramm beschlossen, eine Überprüfung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in 2022 vorzunehmen sowie die Neubaustandards weiter anzuheben.

 


Autor:
Volksbank Herford-Mindener Land – Bild © kara – adobe stock

X