EU will weltweit führend bei Innovationen werden

Mann in Chemie Labor mit Reagenzgläsern

„Die Neue Europäische Innovationsagenda wird dafür sorgen, dass Innovatoren, Start-ups und Scale-ups mit ihren innovativen Unterfangen weltweite Vorreiter der Innovation werden können. Gemeinsam werden wir Europa zum weltweiten Kraftzentrum für technologieintensive Innovationen und Start-ups machen.“ Mit diesen Worten stellte jetzt Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, die Neue Europäische Innovationsagenda vor. Anfang Juli wurde sie von der EU-Kommission angenommen.

Start-ups und Scale-ups stärken

Aufbauend auf dem Unternehmergeist der Europäer, der wissenschaftlichen Exzellenz, der Stärke des Binnenmarkts und der demokratischen Gesellschaften umfasst die Neue Innovationsagenda insbesondere: die Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln für europäische Start-ups und Scale-ups, z. B. durch Mobilisierung ungenutzter privater Kapitalquellen und Vereinfachung der Börsennotierungsregeln; die Verbesserung der Rahmenbedingungen, damit Innovatoren mithilfe von Reallaboren mit neuen Ideen experimentieren können; einen Beitrag zur Schaffung von „regionalen Räumen für Innovationen“, die die Innovationsakteure in Europa, auch in Regionen mit Entwicklungsrückstand, stärken und besser miteinander vernetzen werden; die Anwerbung von Talenten in Europa und Maßnahmen für deren langfristige Bindung, z. B. durch die Ausbildung von einer Million Talenten in technologieintensiven Bereichen, die verstärkte Unterstützung von Innovatorinnen und innovative Aktienoptionen für Mitarbeiter von Start-ups und die Verbesserung des politischen Rahmens durch klarere Terminologie, Indikatoren und Datensätze sowie durch politische Unterstützung der Mitgliedstaaten.

Beste Talente gewinnen und binden

Die Neue Europäische Innovationsagenda soll Europa zu einem führenden Akteur in der globalen Innovationslandschaft machen. Europa möchte der Ort sein, an dem die besten Talente Hand in Hand mit den besten Unternehmen arbeiten und an dem technologieintensive Innovationen gedeihen und bahnbrechende innovative Lösungen auf dem gesamten Kontinent entstehen, die die Welt inspirieren werden. Als Vorreiter bei Innovationen, insbesondere bei der neuen Welle technologieintensiver Innovationen, die bahnbrechende Forschung und Entwicklung und umfangreiche Kapitalinvestitionen erfordern, wird Europa seine zentrale Rolle bei der Gestaltung des grünen und digitalen Wandels stärken.

Neuartige Lösungen finden

Technologieintensive Innovationen werden es Europa ermöglichen, seine technologische Führung auszubauen, und neuartige Lösungen für drängende gesellschaftliche Herausforderungen wie den Klimawandel und Cyberbedrohungen hervorbringen. Solche Innovationen dürften positiv auf alle Sektoren ausstrahlen, von erneuerbaren Energien bis zur Agrartechnik, vom Bausektor bis zu Mobilität und Gesundheit, und dazu beitragen, die Ernährungssicherheit zu fördern, die Energieabhängigkeit zu verringern, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und unsere Volkswirtschaften wettbewerbsfähiger zu machen. Die schwerwiegenden Folgen des russischen Aggressionskriegs haben diese Probleme noch dringlicher gemacht und strategische politische Veränderungen zur Gewährleistung von Wohlstand und Sicherheit in der EU ausgelöst.

Ökologischen Wandel beschleunigen

Margrethe Vestager, die für das Ressort „Ein Europa für das digitale Zeitalter“ zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin, erklärte: „Wir müssen unsere Innovationsökosysteme stärken, um auf den Menschen ausgerichtete Technologien zu entwickeln. Diese neue Innovationsagenda baut auf den umfangreichen einschlägigen Arbeiten auf, die in den letzten Jahren bereits unternommen wurden, und wird uns dabei helfen, den digitalen und ökologischen Wandel Europas zu beschleunigen.“

Binnenmarkt für die Forschung

Die Innovationspolitik ist ein wichtiger Politikbereich mit bedeutenden EU-Initiativen und -Investitionen. Ergänzt wird dies durch die Arbeiten zum Europäischen Forschungsraum (EFR), mit denen ein echter europäischer Binnenmarkt für Forschung und Innovation geschaffen werden soll. Die in dieser Mitteilung vorgeschlagenen Maßnahmen, die in fünf Leitinitiativen eingeteilt sind, werden die Stärken des EU-Binnenmarkts, eine starke industrielle Basis, Talente, stabile Institutionen und demokratische Gesellschaften nutzen, um technologieintensive Innovationen in Europa voranzutreiben, und es ermöglichen, die Chancen zu nutzen, die der zweifache Übergang und die Notwendigkeit einer künftigen strategischen Autonomie bieten.

Mehr Informationen zur Neuen Europäischen Innovationsagenda finden Sie hier.


Autor:
Volksbank Herford-Mindener Land – Bild © EU-Kommission

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