Bund fördert Invest in alternative Lkw-Antriebe mit 6,6 Mrd. Euro

E-LKW

Für die Anschaffung von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben und den Bau einer entsprechenden Lade- und Tankinfrastruktur will das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bis zum Jahr 2024 rund 6,6 Milliarden bereitstellen. Die vom Bundesverkehrsministerium zur Notifizierung vorgelegte Förderrichtlinie kann nach der Genehmigung durch die Europäische Kommission jetzt starten. Mit ihr steht ein attraktives Förderprogramm für batteriebetriebene, brennstoffzellenbetriebene, hybridelektrische und Oberleitungs-Fahrzeuge, für eine entsprechende Tank- und Ladeinfrastruktur sowie für Machbarkeitsstudien bereit.

Die neue Förderrichtlinie des BMVI ruht auf drei Säulen:

  1. Rund 1,6 Mrd. Euro stehen als Zuschüsse für die Anschaffungen von neuen, klimafreundlichen Nutzfahrzeugen der EG-Fahrzeugklassen N1, N2 und N3 sowie für die Umrüstung von Nutzfahrzeugen auf alternative Antriebe (N2 und N3). Bezuschusst werden 80 Prozent der Investitionsmehrausgaben im Vergleich zu einem konventionellen Dieselfahrzeug.
  2. Rund fünf Mrd. Euro stellt der Bund für den Aufbau der für klimafreundliche Nutzfahrzeuge und Pkw erforderlichen Tank- und Ladeinfrastruktur bereit. Gefördert werden 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben jedes Projekts.
  3. Machbarkeitsstudien zu Einsatzmöglichkeiten von klimafreundlichen Nutzfahrzeugen sowie der Errichtung beziehungsweiser einer Erweiterung entsprechender Infrastruktur werden mit 50 Prozent der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben bezuschusst.

Das Gesamtkonzept „Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“ des BMVI mit Anregungen und Anschaffungstipps finden Sie hier.

Dazu sagt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Mit der neuen Förderung setzen wir einen riesengroßen Anreiz für Transportunternehmen, auf klimafreundliche Nutzfahrzeuge umzusteigen. Denn wir fördern nicht nur den Erwerb, sondern auch die dafür nötige Tank- und Ladeinfrastruktur. Weil die Straße auch weiterhin einen großen Anteil am Gütertransport haben wird, müssen die Fahrzeuge schnell sauberer werden. Die Nachfrage ist hoch und die Verfügbarkeit nimmt zu. Mein Appell an die Branche: Nutzen Sie diese Chance!“

Noch zur Genehmigung bei der Europäischen Kommission in Brüssel liegt eine Förderung der Wasserstofftankstelleninfrastruktur. Ein Förderaufruf im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) ist für die zweite Jahreshälfte 2021 angekündigt.

 


Autor:
Volksbank Herford-Mindener Land – Bild © scharfsinn86 – adobe stock

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