Fachkräfte gewinnen, Mitarbeiter binden

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Fachkräfte gewinnen, Mitarbeiter binden

Gesetzgeber stärkt betriebliche Altersvorsorge Unternehmen sollten jetzt handeln

Qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und sie dauerhaft ans Unternehmen zu binden ist in Zeiten des um sich greifenden Fachkräftemangels enorm wichtig. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen: Erhebungen zufolge sehen 78 Prozent von ihnen es als schwer bis sehr schwer an, Fachkräfte zu rekrutieren. Bei jedem zweiten Mittelständler führt dies mittlerweile sogar zu nennenswerten Umsatzeinbußen. Darum müssen Unternehmen heute ihr Team auch durch zusätzliche Leistungen motivieren und dadurch langfristig an die Firma binden. Ein wichtiges Werkzeug hierfür ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV).

Arbeitgeber müssen handeln

„Viele Unternehmen nutzen bereits ein betriebliches Versorgungskonzept, um ihre Arbeitgeberattraktivität zu steigern“, erklärt Jörg Kemminer, Bereichsleitung Firmenkundenberatung bei der Volksbank Herford-Mindener Land. Besonders kleine und mittelständische Betriebe haben aufgrund gesetzlicher Änderungen in diesem Jahr neue Anreize erhalten, um die betriebliche Altersversorgung ihrer Mitarbeiter zu fördern. Einige Gesetzesänderungen betreffen aber auch alle, die bereits heute ein betriebliches Versorgungssystem anbieten. „Arbeitgeber sollten daher ihre bestehenden Versorgungsordnungen umgehend prüfen und überarbeiten, um ihre Betriebsrente für alle Beteiligten zu optimieren und den künftigen gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Gemeinsam mit den Experten der R+V Versicherung überprüfen wir bestehende Versorgungskonzepte in Bezug auf Sicherheit und Wirtschaftlichkeit und beraten ebenso bei der Einführung von neuen Versorgungskonzepten“, so Kemminer.

Passgenaue Lösungen für jede Branche

„Für zahlreiche Branchen wie die Metall-, Holz-, Kunststoff oder IT-Branche sowie Einrichtungen im Gesundheitswesen ist die R+V als Konsortialpartner der größten Branchenversorgungswerke Deutschlands wie ‚MetallRente‘ und ‚KlinikRente‘ ein führender Anbieter im Bereich von Branchenversorgungslösungen“, erklärt Thomas Lange von der R+V, der in Kooperation mit der Volksbank und der Beratungstochter compertis individuelle Lösungen für Unternehmer anbietet. „So lassen sich die individuellen Anforderungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu einer bestmöglichen Lösung umsetzen. Wir sehen ein attraktives Versorgungssystem als wichtiges Element zur Mitarbeiterbindung und -findung“, so Lange.

Sozialabgaben sparen

Seit der bAV-Reform mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz ist die betriebliche Rente noch attraktiver geworden. So haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Möglichkeit, Sozialabgaben zu sparen. Ab 2019 muss der Arbeitgeber bei Neuverträgen grundsätzlich die ersparten Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 15 Prozent als Zuschuss in den Vertrag des Arbeitnehmers einzahlen. Bei bestehenden Verträgen greift diese Regelung ab 2022. Bei tarifgebundenen Unternehmen behalten weiterhin die vorhandenen Regelungen des jeweiligen Tarifvertrages zur betrieblichen Altersversorgung Vorrang.

Steuerfreibetrag steigt

Seit 2018 ist es Arbeitnehmern möglich, deutlich mehr Geld steuer- und sozialversicherungsfrei in eine betriebliche Altersversorgung zu investieren. Bis zu 8 Prozent (bisher 4 Prozent) der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze sind steuerfrei – also 6.240 Euro. 4 Prozent (3.120 Euro) sind zudem sozialversicherungsfrei. Auch „Nachzahlungen“ für frühere Jahre sind bei länger ruhenden Arbeitsverhältnissen möglich. Hier sind ebenfalls maximal 8 Prozent pro Kalenderjahr steuerfrei (für maximal 10 Jahre).

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