Ab wann lohnt sich eine eigene Marketingabteilung?

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Irgendwann kommt jedes wachsende Unternehmen an den Punkt, an dem der Chef keine Zeit mehr findet, sich auch noch um Marketing und Kommunikation zu kümmern? Doch wie baut man eine eigene Marketingabteilung auf? Was braucht es alles dafür?

Das Marketing hat sich in den letzten 20 Jahren extrem verändert. Früher reichte eine Werbeleitung und eine kleine Druckerei. Heute ist es mit dem kleinen Infoflyer nicht mehr getan, für die vielen neuen Medien braucht es ungleich mehr Expertise.

Aber was oder wen braucht es wirklich?

Zu allererst Eine oder Einen, die/der den Hut auf hat und sich um Strategie, Maßnahmenpläne und die Steuerung kümmert. Dann jemanden für die Inhalte mit Gespür für die richtige Ansprache der Zielgruppen, für den richtigen Ton. Gut wäre, jemanden im Haus zu haben, die/der sich um das Design kümmert. Und letztlich braucht es einen Menschen, der das Thema digitale Medien angeht, angefangen bei der Betreuung der eigenen Internetseite, über Suchmaschinenoptimierung und Online-Werbung, die Bespielung der Social Media-Kanäle bis zum Management digitaler Kundeninfos via Newsletter. Gut wäre zudem jemand im Team, der Foto, Audio und Video kann. Oder Messe- und Event-Management. Oder, oder, oder.

Ab wieviel Mitarbeiter lohnt sich die Marketingabteilung

Nimmt man alle Fähigkeiten auseinander und berücksichtigt man, dass man in wenigen Positionen gerne auch eine Urlaubsvertretung als Fallback hätte, braucht es für ein gutes Inhouse-Marketing rund ein Dutzend Menschen unterschiedlicher Qualifikation. Manche davon aber nur wenige Stunden pro Monat. Oder vier „Wolpertinger“, von denen jeder Einzelne in mehreren Disziplinen wirklich gut ist. Weil es Wolpertinger aber so gut wie gar nicht gibt, erklärt sich schnell, warum man unter 300 bis 500 Mitarbeitern gar nicht groß darüber nachdenken sollte, eine eigene Marketingabteilung aufzubauen.

Bis zu dieser Unternehmensgröße ist es besser für mittelständische Unternehmen, sich (möglichst nur) eine leistungsfähige Agentur zu suchen, die vom Strategiemeeting über die digitalen Medien bis zum letzten Kugelschreiber alles managt. Dann braucht es nur noch einen Menschen inhouse, der die Kreativen steuert. Das Sekretariat ist damit gern überfordert, die Technik oder die Buchhaltung allemal. Effektives Marketing kostet auch Geld, Sparen bringt nicht viel nach vorn. Und die externe Lösung bietet jedem Mittelständler die größte Beweglichkeit: Ist mal nichts zu tun, kostet es auch nichts!


Autor:
Unternehmen OWL – Bild © fizkes – stock.adobe.com

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